Du improvisierst immer das Gleiche? Versuche das hier!

Du improvisierst immer das Gleiche? Versuche das hier!

Wie kannst du deine Improvisation auf dem E-Bass abwechslungsreicher und interessanter gestalten? In diesem Video zeige ich dir zwei einfache, aber sehr wirkungsvolle Möglichkeiten, mit denen du deine Bass-Improvisationen weiterentwickeln kannst.

Das Video richtet sich vor allem an fortgeschrittene Bassisten und Bassistinnen, aber auch Anfänger können die grundlegenden Ideen bereits verstehen.

 

YouTube-Link: https://youtu.be/ZAU2icecSlw

Im Video erwähnter Link: Kostenloses Kapitel meines Jazz-Kurses

 

So wird deine Bass-Improvisation abwechslungsreicher

Eine gute Improvisation muss nicht kompliziert sein. Oft reichen schon kleine Veränderungen, um eine Improvisation deutlich abwechslungsreicher und spannender klingen zu lassen.

In diesem Artikel zeige ich dir zwei einfache Möglichkeiten, mit denen du deine Improvisation auf dem E-Bass interessanter gestalten kannst:

  1. Verändere deinen Rhythmus.
  2. Verlasse deine gewohnte Lage auf dem Griffbrett.

Beide Tipps sind besonders interessant, wenn du beim Improvisieren merkst, dass deine Ideen zwar musikalisch klingen, sich aber mit der Zeit wiederholen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Improvisation über „Blue Bossa“

Der Ausgangspunkt für diesen Artikel war eine Aufnahme von Pablo aus Uruguay. Pablo hatte an meinem Kurs Jazz-Bass für Einsteiger teilgenommen und mir anschließend eine Aufnahme seiner Improvisation über den Jazz- und Bossa-Nova-Klassiker „Blue Bossa“ geschickt. Er wollte von mir wissen, was ich von seiner Improvisation halte und woran er als Nächstes arbeiten könnte.

Zunächst einmal: Seine Improvisation klang bereits sehr gut. Die Phrasen waren melodisch, rhythmisch sauber und harmonisch passend. Er orientierte sich an den passenden Tonleitern und hatte damit eine sehr gute Grundlage geschaffen. Es ging also nicht darum, Fehler zu korrigieren. Vielmehr stellte sich die Frage:

Wie kann man eine bereits gute Improvisation noch abwechslungsreicher gestalten?

Dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen.

1. Verlasse deinen gewohnten Rhythmus

Beim Improvisieren entwickeln wir häufig bestimmte rhythmische Gewohnheiten. Vielleicht spielst du gerne lange Töne. Oder du hast ein bestimmtes rhythmisches Muster, auf das du immer wieder zurückgreifst. Das ist zunächst überhaupt kein Problem. Problematisch wird es erst, wenn deine Improvisation dadurch über längere Zeit zu vorhersehbar wird. Eine einfache Möglichkeit ist deshalb, zwischendurch bewusst einen anderen Rhythmus einzubauen.

Spiele zum Beispiel einmal Achtel oder Sechzehntel

Das bedeutet nicht, dass du plötzlich dein ganzes Solo in einem schnellen Rhythmus spielen musst. Im Gegenteil: Gerade der Kontrast macht den Effekt interessant. Du kannst beispielsweise zunächst mit längeren Tönen improvisieren und dann für eine kurzen, schnellen Lauf einbauen. Anschließend kehrst du wieder zu deinem ursprünglichen rhythmischen Stil zurück. Dadurch entsteht automatisch mehr Bewegung. Und noch etwas ist wichtig:

Du musst nicht schnell spielen, um Geschwindigkeit wahrnehmbar zu machen.

Wenn dir ein ganzer Lauf bei einem bestimmten Tempo zu schwierig ist, kannst du beispielsweise einen Ton mehrfach wiederholen. Auch dadurch entsteht beim Zuhörer der Eindruck von mehr rhythmischer Bewegung. Es geht also nicht darum, zu beweisen, wie schnell deine Finger sind. Es geht darum, bewusst unterschiedliche rhythmische Elemente einzusetzen.

2. Verlasse deine Lieblingslage

Der zweite Tipp betrifft die Lage auf dem Griffbrett. Beim Improvisieren haben wir fast alle eine Art Komfortzone. Das ist verständlich – aber gerade dadurch kann eine Improvisation ebenfalls etwas gleichförmig wirken.

Geh bewusst in eine andere Lage

Schon ein bewusster Wechsel in eine ganz andere Lage oder andere Oktave kann für einen klanglichen Kontrast sorgen. Danach kannst du wieder in deine ursprüngliche Lage zurückkehren.

Du musst nicht komplizierter spielen

Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis: Wenn deine Improvisation bereits melodisch und harmonisch funktioniert, können kleine Veränderungen bei Rhythmus, Lage, Dynamik oder Artikulation viel mehr bewirken als zusätzliche Theorie. Manchmal reicht es also das, was du bereits kannst, bewusster einzusetzen.

 

Jazz-Bass lernen

Wenn du dich für Jazz-Bass und Improvisation interessierst, kannst du das erste Kapitel meines Kurses „Jazz-Bass für Einsteiger“ kostenlos ansehen. Dort findest du über 20 Videolektionen und wirst Schritt für Schritt an Jazz, Improvisation und Walking Bass herangeführt. Der Einstieg ist deutlich einfacher als das Thema dieses Artikels. Die hier gezeigten Ideen gehören zu den späteren Inhalten des Kurses.

Folge dafür diesem Link: Kostenloses Kapitel meines Jazz-Kurses

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